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Herausforderungen an der Sekundarschule Olpe-Drolshagen

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ - Henry Ford.

Ganz getreu dem Motto von Henry Ford konnten die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Olpe-Drolshagen sich auch in diesem Jahr für Herausforderungen bewerben. Dabei geht es darum, seine Grenzen auszutesten, um mit Durchhaltevermögen diese zu überwinden und neue Erfahrungen zu gewinnen.

Dies kann auf unterschiedliche Arten geschehen. Zum einen konnten die Schüler in drei Tagen mit dem Fahrrad nach Holland fahren, im Seniorenheim helfen, einen kompletten Film drehen, mit Drehbuch und Filmschnitt vollenden, drei Tage im Wald campen und leben oder das exakte Gegenteil, sich in einer Großstadt ohne Handy zurecht finden und dabei noch Aufgaben lösen. Rund 40 Schülerinnen und Schüler bewarben sich für diese Projekte und erlebten eine schöne Zeit bevor es in die Sommerferien ging.

 

Film

Die Herausforderung "Film" gab den Schülerinnen und Schülern eine ganz spezielle Aufgabe vor: "Dreht einen Film!" Mehr Informationen gab es nicht. Es musste alles von Grund auf geklärt werden. Was wollen wir filmen? Wo wollen wir filmen? Was brauchen wir dafür und wen brauchen wir? Der erste Tag stand somit gänzlich im Schatten von Planungs- und Vorbereitungsarbeiten. Die Jugendlichen einigten sich dabei auf ein Krimi-Horror-Format mit einem Schuss Selbstironie. Die grobe Story: Ein Schüler, der von 4 Mobbern in den Suizid getrieben wurde, erscheint einer Freundin als Geist und gibt ihr den Auftrag sich an den Peinigern zu rächen. Ohne spoilern zu wollen, das Ergebnis lässt sich sehen. Mit viel Raffinesse und viel Improvisationstalent gelang es ein imposantes Bildfeuerwerk zu erzeugen. Herausfordernd war vor allem das Zeitmanagement, das nicht mehr als 14 Stunden insgesamt zum Drehen vorsah, das Vermögen durchzuhalten und auch unter Druck der Kreativität freien Lauf zu lassen. Da der Film "The Marder" weitsichtig für internationales Publikum ausgelegt wurde, ist in aller Bescheidenheit davon auszugehen, dass die Ausgaben bereits in der ersten Woche schon beim europäischen Publikum wieder eingespielt werden.

City Bound Düsseldorf

Am Montag, den 08.07.2019 ging es für 9 SchülerInnen des 8. Jahrgangs und 2 Lehrer der Sekundarschule Olpe-Drolshagen Richtung Düsseldorf zum Projekt „Herausforderung: City Bound“. Die Herausforderung hierbei bestand darin, mit knapp 35 Euro 3 Tage lang in einer Großstadt zurechtzukommen und dabei verschiedene Aufgaben zu lösen, um Sozialkompetenz, Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen zu stärken.
Kaum am HBF Düsseldorf angekommen, stand die erste Aufgabe an: Das Hostel finden, ohne das Handy zu benutzen. Mit Hilfe von 2 Polizisten und einem Stadtplan wurde diese Aufgabe mit Bravour gemeistert. Nach dem Einchecken ging es für den Rest des Tages in die Altstadt, um diese kennenzulernen und dort verschiedene Sehenswürdigkeiten nur mit Hilfe eines Stadtplans zu finden. Am zweiten Tag war Überredungskunst und Selbstbewusstsein von den SchülerInnen gefragt, denn es standen verschiedene Aufgaben an, wie eine Fotochallenge mit verschiedenen Menschen und ein Interview zum Thema Nachhaltigkeit. Weiterhin musste ein Gegenstand gegen immer wertvollere Dinge eingetauscht werden und ein Abendessen für kleines Budget für die Gruppe organisiert werden. Nach dem gemeinsamen Essen ließ die Gruppe den erfolgreichen Tag im Hostel ausklingen. Am letzten Tag ging es nach dem Frühstück zur letzten Aufgabe des Projekts, die darin bestand einen Knoten in eine ungekochte Spaghetti zu bringen. Dank guten Ideen wurde auch diese Aufgabe gelöst. Nachdem auch die Rückfahrkarten von den SchülerInnen besorgt wurden, ging es für alle erschöpft, aber glücklich und voller Selbstvertrauen zurück nach Hause.

Fahrradtour bis nach Holland


Mit Fat Bike, Rennrad und Mountainbikes ging es am Montag für 9 motivierte Schüler auf die Herausforderung „Fahrradtour nach Holland“. Von Meinerzhagen bis nach Overath führen wir mit dem Zug. Von da aus ging es mit dem Fahrrad los. Das Ziel der ersten Etappe war der Liblarer See. Dort wurde auf dem Campingplatz übernachtet. Trotz eines Achsenbruches und den Abriss einer Satteltasche konnte die Tagesstrecke von 70km gut gemeistert werden. Sogar die Sieg- und die Rheinfähren wurden dabei zur Hilfe genommen.
Nach einer teilweisen erholsamen Nacht im Zelt ging es am zweiten Tag Richtung Aachen. Vorbei an riesigen Gemüsefeldern, kleinen Dörfern und großen Kraftwerken mussten wieder rund 65km bewältigt werden. Dabei fiel auf, dass Fahrradstrecken in der Umgebung von Düren nicht so gut ausgebaut waren, wie wir uns das erhofften.
Kurz vor dem Ziel hat uns ein platter Reifen ausgebremst. Allerdings nur von kurzer Dauer, da dieser in rekordverdächtiger Zeit von drei Schülern geflickt werden konnte.
In Aachen erwartete uns ein kleines Hotel mit weichen Betten als Belohnung, so dass die Energiereserven gut aufgefüllt wurden.

Am letzten Tag fuhren wir über die Grenze und kamen an unserem Ziel in den Niederlanden (Vaals) an. Einen kurzen Abstecher zum Dreiländereck und dem höchsten Punkt der Niederlande komplettierte die diesjährige Herausforderung. Dort ließen wir uns die Sieger-Frikandel und die Sieger-Fritten schmecken.

Glücklich und erschöpft nach 155 km gefahrenen Gesamtkilometern, ging es dann vom Hauptbahnhof in Aachen zurück ins Sauerland.

Auf die Nachfrage, ob sie sich nochmals für das Projekt entscheiden würden, antworteten fast alle Schüler mit ja. Einzelne Schüler überlegten bereits sogar, wie man die Tour noch verlängern könnte.


Austausch der Generationen


Der Generationen-Austausch hat sich bereits gut etabliert und findet nach wie vor im Seniorenheim St. Gerhardus in Drolshagen statt. Schülerinnen und Schüler kommen dort in Kontakt mit Senioren und unterstützen sie für 3 Tage in ihrem Alltag.
Auch in diesem Jahr stand der Rollatoren Waschtag an, alles wurde wirklich wieder schön sauber. Beim anschließenden Rollator-Parcours konnten sich nicht nur die Teilnehmer sehen lassen.
Weiterhin stand das Kennenlernen der Bewohner, der Alltag im Seniorenheim und wieder einiges an Kreativ-Arbeit an. Abgerundet wurde jeder Tag mit gemeinsamen Mahlzeiten.

Outdoor-Camping


12 mutige Schüler haben sich gemeinsam mit Frau Albach und Herr Hofheinz zahlreichen Herausforderungen gestellt, unter anderem, eine Nacht im Wald zu verbringen. Los ging es am 08. Juni 2019, am Standort Drolshagen mit der Wanderung zum Camping-Platz Kalberschnacke. Der Weg dorthin begann allerdings erst einmal mit einem Großeinkauf, um die Versorgung für drei Tage zu sichern. Ungefähr zwei Stunden später kamen wir am Camping-Platz an, wo sich bereits die nächste Herausforderung anbahnte: Aufbau der Zelte.


Es wurde gehämmert und tatkräftig untereinander angepackt. Schon bald standen alle Zelte und es wurde ganz still. Die Schüler hatten eine vermeintlich einfache Aufgabe erhalten: eine Stunde im Wald, an Ort und Stelle ohne Sichtkontakt zueinander verbleiben und die Stille der Natur genießen. Obwohl die Skepsis am Anfang überwog, waren nach der Stunde alle begeistert. Der eine hat sich Zeit mit Schnitzen vertrieben, während andere lernten ihre Langeweile auszuhalten.  Ausgeruht ging es dann an die Vorbereitung des ersten gemeinsamen Abendessens: Es wurden eigene Sitzgelegenheiten aus herumliegendem Holz gebaut und gekocht. Nach der stärkenden Mahlzeit ging es noch einmal zur Sache. Die Schüler suchten sich einen Übernachtungsplatz für die zweite Nacht und begannen diesen vorzubereiten, um ihn am kommenden Tag fertig zu bauen. So begann der zweite Tag voller Vorfreude auf einen Tag, an dem viel Schweiß fließen würde.
Nach einem gemeinsamen Frühstück, wurde gehämmert und geschnürt, mit Heu ausgekleidet und zur Probe gelegen. Das Ergebnis war beeindruckend: Die Buden aller Gruppen trotzten vor Kreativität und nach eigenen Angaben waren sie auch viel bequemer als die Zelte. Die Vorfreude war groß, doch bevor sich der ultimativen Herausforderung gestellt werden konnte – eine Nacht in der Bude zu verbringen – gab es noch eine kleine Schnitzeljagd rund um das Thema Natur und natürlich: ein gemeinsames Abendessen, sowie eine Nachtwanderung.