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Zukunftsschulen NRW

Sekundarschule ist jetzt Zukunftsschule!

Bei der Regionaltagung Zukunftsschulen NRW am 7. März 2018, in der Fachhochschule Iserlohn, nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Sekundarschule und der Kooperationsschulen von der Dezernentin Individuelle Förderung Silke Hinz eine Teilnehmer-Plakette entgegen.

Um den Übergang in die Gymnasiale Oberstufe oder die Höhere Berufsfachschule für die Abgänger der Sekundarschule gemeinsam erfolgreich gestalten zu können, haben das Städtische Gymnasium, das Berufskolleg und die Sekundarschule vor Ort ein Netzwerk gegründet und sich zur intensiveren Zusammenarbeit verpflichtet. Gemeinsame Fortbildungen und Konferenzen, Abstimmung der Lerninhalte und Methoden, intensives Kennenlernen der unterschiedlichen Bildungsgänge sowie Informationsveranstaltungen und Schnupperangebote für die Schülerinnen und Schüler kennzeichnen u.a. die Netzwerkarbeit. Durch die Kooperation der drei Schulen werden in der Region Ressourcen für die Entwicklung eines „Übergangsmanagements“ von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II zusammengeführt und Synergieeffekte genutzt.

Bei allen Maßnahmen steht das Ziel der Netzwerkarbeit im Fokus: Den bestmöglichen Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II zu ermöglichen, indem Voraussetzungen geschaffen werden, welche die individuellen Lernbiographien der Schüler in den Blick nehmen, ihnen die Möglichkeit geben, ihre Potentiale auf passgenaue Weise zu entfalten und die weiterführende Schule mit Erfolg abzuschließen.

 

Landestagung „Zukunftsschulen NRW“ am 2. September 2015 in der Stadthalle in Wuppertal

Jahresthema: „Potentiale entdecken – Diagnostik“

Die Landestagung eröffnete Schulministerin Sylvia Löhrmann  und betonte, dass  die Zielsetzung des Netzwerkes Zukunftsschulen, darin besteht, verschiedene Netzwerke der individuellen Förderung zusammenzuführen und den Lehrerinnen und Lehrern Gelegenheit zu geben, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Neben zahlreichen Vorträgen und Workshops stellten Zukunftsschulen mit besonderen diagnostischen Konzepten ihre Ansätze vor.

Die Sekundarschule Olpe-Drolshagen war eine der ausgewählten Schulen.

Die Lehrerinnen unserer Schule Kerstin Quast, Renata Primorac, Lydia Herzel und die Schulleiterin Claudia Limper-Stracke präsentierten an einem Informationsstand im Offenbachsaal anschaulich das Diagnose- und Förderkonzept der Sekundarschule. Im intensiven Austausch mit Kolleginnen und Kollegen erläuterten sie die systematische Förderplanung auf Grundlage verschiedener  Diagnoseverfahren und stellten Beispiele aus der täglichen Praxis vor:

In den ersten Wochen des Jahrgangs 5 erfolgt für jede Schülerin und jeden Schüler eine umfangreiche Eingangsdiagnose mit standardisierten Testverfahren in Deutsch und Mathematik (Duisburger Sprachstand, HSP, DEMAT) sowie ein Lerntypentest. Speziell qualifizierte Kolleginnen werten die Tests gemeinsam mit den Fach- und Klassenlehrern aus und legen die individuellen Förderziele und Fördermaßnahmen für jedes Kind schriftlich fest.
Die Auswertung des Lerntypentests hilft geeignete Lernzugänge zu finden.  In einem Säulendiagramm kann angeschaut werden, was die Schülerin oder der Schüler „für ein Typ ist“, also welche Lernwege, z.B. der über das Hören oder Lesen oder der über das „Begreifen“  den besten Erfolg beim Lernen versprechen.

Die Testungen werden in der Jahrgangsstufe7 fortgeführt und um schuleigene Kompetenzstandstests erweitert, um Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler zu dokumentieren und Förderschwerpunkte anpassen zu können. Um einen Zwischenstand  zu erhalten, werden auch in der Jahrgangsstufe 6  schuleigene Kompetenzstandtests in Mathematik, Deutsch und Englisch durchgeführt, ausgewertet und Fördermaßnahmen abgeleitet.

Wir verfolgen mit der förderorientierten Diagnostik und der daraus resultierenden Umsetzung eines individuell zugeschnittenen Förderplanes, die grundlegenden Ziele, Basiskompetenzen im mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch in Deutsch und Englisch sowie im mathematischen Bereich nachhaltig zu vermitteln bzw. zu sichern aber auch die Stärken der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die individuelle Förderung wird vor allem in den Zeiten des eigenverantwortlichen Arbeiten und Lernens (EVA-Stunden), in Intensivtrainingsgruppen und in Gruppen der Stärkenförderung organisiert und durchgeführt.  Hierfür stehen umfangreiche und vielfältige Fördermaterialien bereit.  Anschauliche Trainingsmaterialien wie zum Beispiel Montessori Material oder selbst erstellte Lernspiele sprechen die Schülerinnen und Schüler an und verstärken Lerneffekte positiv.

Eltern, Schülerinnen und Schüler sind in die Abstimmung und Evaluation der Förderziele regelmäßig eng eingebunden. Der Förderkreislauf nimmt sowohl die Stärkenförderung als auch den Erwerb und die Sicherung  von Basiskompetenzen spiralförmig mit auf.